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THW Ortsverband Schwerin

Ausbildung/Übung

Sicher in den (Transport-) Einsatz...!

Ladungssicherung ist ein sehr wichtiges Thema – generell und gerade auch im THW! Viele Materialien und Ausstattungsgegenstände unterschiedlichster Art werden von den Einheiten zu Einsätzen und (Ausbildungs-)Veranstaltungen mitgeführt. Diese müssen entsprechend verlastet und natürlich auch gesichert werden. Ein außerordentlich hoher Ausbildungsbedarf zeichnete sich in diesem Bereich seit langem ab. Diesem Thema musste und sollte gezielt begegnet werden! Aber wie genau? Eine grundsätzliche Ausbildung an den Standorten der Bundesschule, insbesondere Hoya, ist auf Grund der Kapazität(en) nicht möglich. Hohe Kosten entstehen,
wendet man sich an Bildungsträger mit diesbezüglichen Ausbildungsangeboten. Zu dem kann auf die Spezifik der Rettungs- und Katastrophenschutzorganisationen nur bedingt eingegangen werden. Eine regelmäßige Aus- , Fort- und Weiterbildung durch die Anbieter ist nicht sichergestellt, da ehrenamtliches Engagement vorwiegend an den Wochenende zum Tragen kommt.
Die Bereichsausbilder „Kraftfahrwesen“ des GFB Schwerin nahmen sich dieser Thematik an. Nach entsprechender Vorbereitung ist nunmehr eine Pilot-Ausbildung „Ladungssicherung“ am Wochenende im Ortsverband Schwerin durchgeführt worden. Insgesamt 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden in einem 16 Sunden Lehrgang „Ladungssicherung nach VDI 2700“ geschult und ausgebildet. Und das mit beruflichen Mehrwert(en), denn ein erfolgreiches Absolvieren dieses Ausbildungsganges und die Erlangung des Zertifikates führen zur Anerkennung des Moduls 5 im Rahmen der Berufskraftfahrer-Qualifizierungsverordnung.
Conrad Kaiser und Sascha Andree, beide vom OV Schwerin, sowie Hans-Joachim Günther aus dem OV Ludwigslust absolvierten auf Grundlage entsprechender beruflicher Vorbildung einen Lehrgang an der Verkehrsfachschule Berlin, welcher nach erfolgreichem Abschluss und bestandener Prüfung nunmehr ein Ausbilden in diesem Bereich ermöglicht. Doch bevor die erste Ausbildung stattfinden konnte, mussten weitere umfangreiche Vorbereitungen getroffen werden. Die Planung des Ausbildungs- und Zeitablaufes, das Erstellen von Ausbildungsunterlagen, die Beschaffung von Ausbildungsausstattung(en) und verschiedener Hilfsmittel gestalteten sich nicht immer einfach, insbesondere jedoch sehr zeitintensiv.
Warum wurde abweichend von den Vorgaben des BrKFQV insgesamt 16 Ausbildungsstunden angesetzt und auch durchgeführt?
Neben der Theorie ist die Praxis im Besonderen wichtig, so die Ausbilder. Jeder Teilnehmer muss die verschiedenen Stationen absolvieren – und aktiv mögliche Probleme der Ladungssicherung lösen. Des Weiteren sind die Akteure damit auf die Wünsche und Forderungen der Helferinnen und Helfer eingegangen, welche nach einer Ausbildung mit hohem Praxisanteil und entsprechenden Trainingseffekten verlangten. Die Spezifik der Rettungs- und Katastrophenschutzorganisationen lassen eine Schulung „á la carte“ einfach nicht zu, so Conrad Kaiser. Zu unterschiedlich sind die Fahrzeugtypen, zu vielfältig die Transportaufgaben. Gleiche Meinungen erfuhren Conrad Kaiser und Hans-Joachim Günther bereits bei der Durchführung von Lehrgängen als Gastdozenten an der Bundesschule, Standort Hoya. Auch hier immer wieder die Forderung nach praxisbezogenen Ausbildungselementen mit ausreichenden Zeitansätzen!

Im Oktober geht das Ausbilderteam um Conrad Kaiser offiziell „an den Start“, bildet dann seit bereits längerem angemeldete Helferinnen und Helfer verschiedener Ortsverbände des GFB Schwerin, sowie Kameradinnen und Kameraden des DRK Kreisverbandes Schwerin aus. Das Rote Kreuz ist ein verlässlicher Partner in Sachen Ausbildung und wir geben auch gern etwas zurück, so Sascha Andree.
Matthias Schulz, Kreisbereitschaftsleiter DRK Schwerin, wir sind sehr erfreut, dass wir mit unseren eigenen Fahrzeugen an diesem Lehrgang teilnehmen dürfen und so zielgenau auf unsere Technik eingegangen wird.
Ein Ausbildungsgang speziell für die Mitglieder des HCP-Moduls-Küste ist ebenfalls in Vorbereitung und soll 2015 zur Durchführung gelangen.