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THW Ortsverband Schwerin

Ausbildung/Übung

„Brückenschlag“ im kleinen Stil

Der Bau behelfsmäßiger Übergänge zum Überwinden von Hindernissen ist eine der Kompetenzen des THW. So kann mit den einfachen Mitteln der Bergungsgruppen bereits eine schmale Brücke über einen sumpfigen Graben oder einen Geländeeinschnitt geschlagen werden. Eine andere Einsatzmöglichkeit wäre, einen Übergang über unwegsame Trümmer zu schaffen, damit Rettungsmittel an die Schadenstelle gebracht werden können.

Um diese Kompetenz auch bedienen zu können, muss genau das regelmäßig geübt werden.

 

Teile der ersten und zweiten Bergungsgruppe des Ortsverbands Schwerin machten sich im Rahmen der Ausbildung deshalb auf den Weg an den Rand Schwerins. Hier waren zuvor durch die Gruppenführer zwei langgestreckte Hügel ausgewählt worden, die die Ufer eines Bachbettes simulieren sollten. Unter der Anleitung ihrer Führungskräfte leuchteten die Bergungshelfer die Einsatzstelle aus,  bauten zwei Auflager und bereiteten das Material für den Übergang vor. Ziel war es mit Leiterteilen des GKW I (1. Bergung) und des MZKW (2. Schwere Bergung) den Übergang herzustellen, ihn mit Zweiböcken aus Rundholz abzustützen und Bohlen als Laufweg über die Sprossen zu legen.

Das ganze war gar nicht so leicht, wie es anfangs klang. Es sollte ja, wenn möglich, keiner im Graben stehen. So erarbeiteten sich die Helfer mit der Unterstützung ihrer Gruppenführer aktiv mögliche Lösungsansätze. Des Weiteren war als Erschwernis kein normales Bauholz vorhanden, sondern nur Schalholz von einer Baustelle. Es wurde angenommen, dass in der Einsatzlage auf die Schnelle nichts anderes verfügbar wäre, sodass die durch Rispenbänder miteinander verbundenen Holzkonstruktionen zuerst zerlegt werden mussten.

Hierfür leisteten zum einen Muskelkraft und zum Anderen die vielfältigen elektrisch oder mit Verbrennungsmotor betriebenen Geräte der Bergungsgruppen gute Dienste.

Nach einigen Mühen waren die breiten, stabilen Holzbohlen endlich fertig und kurz darauf auf den Leitern fixiert. Nach einem Test wurde alles zurück gebaut und die Gruppen verlegten zurück in den OV, wo die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt wurde, bevor es dann hieß: „Dienstschluss für heute!“